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Miller Automobile GmbH

Firmenname: Miller Automobile GmbH

Adresse: Römerstraße 111, D-63785 Obernburg am Main

Instagram: @miller.automobile

Webseite: https://miller-automobile.de


Allgemeine Informationen

Die Miller Automobile GmbH war ein deutsches Automobilunternehmen, das im Segment der Premium- und Luxusfahrzeuge tätig war. Das Unternehmen war rechtlich in der Stadt Obernburg am Main (Bayern) registriert und arbeitete als Autohändler sowie als Vermittler beim Verkauf hochpreisiger Fahrzeuge.

Der Geschäftsfokus lag auf exklusiven Fahrzeugen der Oberklasse für Privatkunden und Geschäftskunden mit internationaler Ausrichtung.

Tätigkeit des Unternehmens

Die Miller Automobile GmbH beschäftigte sich mit:

  • dem Verkauf von Luxusfahrzeugen, insbesondere aus dem Premiumsegment;
  • individueller Fahrzeugbeschaffung nach Kundenwunsch;
  • dem Export von Fahrzeugen außerhalb Deutschlands;
  • dem Handel mit Fahrzeugen in gehobener Ausstattung, einschließlich zusätzlicher Sicherheitssysteme;
  • der vollständigen Abwicklung von Fahrzeuggeschäften (Beschaffung, Kauf, Logistik und Dokumentation).

Entwicklungsphase

Während der aktiven Geschäftstätigkeit war das Unternehmen im hochpreisigen Automobilhandel tätig und führte Transaktionen mit Fahrzeugen im sechsstelligen Eurobereich durch. Die Geschäftstätigkeit war auf eine begrenzte Anzahl von Kunden mit hoher Kaufkraft ausgerichtet.

Beginn der Probleme

Nach dem Jahr 2022 geriet das Geschäftsmodell zunehmend unter Druck durch:

  • die Verschärfung der Sanktionen der Europäischen Union;
  • das Verbot des Exports von Luxusgütern in bestimmte Länder;
  • die verstärkte Kontrolle von Reexport- und Umgehungskonstruktionen über Drittstaaten.

Der Export von hochpreisigen Fahrzeugen entwickelte sich dabei zum zentralen Risikobereich.

Gründe für den Konflikt mit den Behörden

Deutsche Strafverfolgungsbehörden leiteten Ermittlungen ein wegen:

  • möglicher Verstöße gegen EU-Sanktionsregelungen;
  • des Verdachts auf illegalen Export von Luxusfahrzeugen, unter anderem mit Bezug zu Russland;
  • der Nutzung von Vermittlern in Drittstaaten, einschließlich baltischer Routen.

Im Rahmen der Ermittlungen:

  • wurden Vermögenswerte beschlagnahmt;
  • mehrere Fahrzeuge sichergestellt;
  • Zahlungsströme und Vertragsstrukturen überprüft;
  • die Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft geführt, unter anderem in Würzburg.

Die Angelegenheit überschritt damit den Bereich zivilrechtlicher Streitigkeiten und wurde strafrechtlich relevant.

Finanzielle Folgen

Infolge der Ermittlungen kam es zu:

  • der Blockierung von Unternehmensvermögen;
  • einem erheblichen Liquiditätsverlust;
  • der Unfähigkeit, Verpflichtungen gegenüber Gläubigern zu erfüllen;
  • einer weitgehenden Einstellung der operativen Tätigkeit.

In der Folge eröffnete das Amtsgericht Aschaffenburg ein Insolvenzverfahren gegen die Miller Automobile GmbH.

Mit der Insolvenzeröffnung verlor das Unternehmen die wirtschaftliche Selbstständigkeit, die Verwaltung ging auf einen Insolvenzverwalter über, und die reguläre Geschäftstätigkeit wurde faktisch eingestellt.